Vorwort

Else Lasker-Schüler
     als Elberfelder
           Zukunftskünstlerin

Auch für uns als Wuppertal Institut hat das Else Lasker-Schüler-Jahr eine besondere Bedeutung. Stehen Else Lasker-Schüler und ihr Werk doch für vieles, was uns als Wuppertal Institut mit der Idee der Zukunftskunst umtreibt: Sorgsame Beobachtung, Kritik, Lust auf Zukunftsentwürfe und einen klaren Sinn für die Kraft metaphorischer Sprache. All das ist wie beim Wuppertal Institut zudem verknüpft mit einer engen Verbundenheit an den Heimatstandort Wuppertal bei gleichzeitig internationaler Orientierung und Ausstrahlung.

Wir freuen uns, ein aktiver Teil des Zukunftsfestivals „Erinnern an die Zukunft“ sein zu dürfen, das den Zeitgenoss*innen Else Lasker-Schüler, Helene Stöcker und Gustav Landauer gedenkt. Die Aufbruchsstimmung Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts weist viele frappierende Parallelen mit aktuellen Entwicklungen auf – in ihrem hoffnungsvollen utopischen Potenzialen, aber auch in ihrer ständigen Bedrohung durch menschenverachtende Ideologien. Das aktive Eintauchen und die Auseinandersetzung mit dieser historischen Phase und ihren führenden Vordenker*innen ist eine große Chance auch für uns als Forschungseinrichtung, die sich mit fundamentalen gesellschaftlichen Transformationsprozessen auseinandersetzt.

Wir sind dankbar, dass mit dem Else Lasker-Schüler-Jahr ein weiteres Mal das intellektuelle, kreative und transformatorische Potenzial aufblitzt, das diese Stadt seit mehr als 200 Jahren immer wieder auszeichnet.

Prof. Uwe Schneidewind
Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie