Grußwort

Erinnern an die Zukunft /
                       Eine bessere Welt ist möglich

Liebe Wuppertaler*innen,
liebe Gäste aus anderen Städten,

zum 150. Geburtstag von Else Lasker-Schüler und Helene Stöcker sowie zum 100. Todestag von Gustav Landauer lade ich Sie und Euch herzlich ein zur Erinnerung nach vorn: Historische Zeitgenoss*innen der Zukunft begegnen Initiativen von heute und morgen. Die beiden großen Töchter des Wuppertals – die Dichterin und „Friedens-Indianerin“ Else-Lasker-Schüler sowie die Frauen- und Kinderrechtlerin, Sozialphilosophin und Kriegsgegnerin Dr. Helene Stöcker waren Pionierinnen der Moderne. Zusammen mit Gustav Landauer – Schriftsteller, Vordenker eines dezentralen und gewaltlosen Zusammenlebens und Pionier der Münchener Räterepublik – geben sie uns nachhaltige Impulse für eine Welt des Friedens und der Solidarität, der Verständigung und des Respekts vor allen Mit-Lebewesen. Ihr Werk schenkt uns Schönheit, Phantasie und Mitgefühl mit allem, was lebt. Ihre Ideen gewaltloser Transformation sind aktueller als je zuvor.

Man sagt: Was bleibt, stiften die Dichter. Im rasanten Wandel unserer Zeit bestätigt sich diese Wahrheit auch bei Lasker-Schüler, Stöcker und Landauer – und ihren Weggenoss*innen wie Ernst Toller, Armin T. Wegner, Lola Landau u. a. Bei ihnen sieht man eine zusätzliche Wahrheit: Auch, was sich verändert, stiften Dichter*innen. Das ist in diesem Festival vielfältig zu erleben – in Gesprächsforen, in Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und in unserem neuartigen Else-Helene-Fest. Das kreative Vermächtnis jener „jungen Wilden“ von damals trifft auf Initiativen von heute. Lassen Sie sich von beiden Seiten anregen – zur Lust am Lesen und der Kultur sowie zu verstärktem Engagement für Frieden und solidarischem Miteinander, für Klimaschutz, demokratische und zivilgesellschaftliche Veränderung. Gemeinsam entziehen wir Rassismus, Hass und Gewalt die Basis. Gemeinsam setzen wir dem Egoismus und der Ignoranz Grenzen – und nicht denen, die unsere Hilfe brauchen. Und gemeinsam können wir den Raubbau an der Natur überwinden – und unser aller Konsum und Verhaltenskrieg auf Kosten des Klimas, unserer Mit-Lebewesen und unseres Planeten.

Euch und Ihnen allen wünsche ich ein Festival voller Freude, Anregungen und guten Gesprächen. Unser großer Dank gilt den vielen Unterstützer*innen, Förderern und Kooperationspartnern, ohne die dieses Fest der Begegnung nicht möglich wäre.

Mit herzlichem Gruß bin ich Ihr/Euer

Ulrich Klan
Organisator des Festivals und Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.